Sachwert statt Geldwert

„Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null“ Voltaire, Autor - *21.11.1694 - Paris - † 30. 05. 1778 - Paris

Geldwerte, also auch unsere Währungen, beruhen genau genommen auf Papiergeld, auf die ein Betrag aufgedruckt worden ist. Dabei ist der Wert des Papiers für alle Geldnoten nahezu gleich.

Der eigentliche Wert, den ein Schein darstellt, wurde früher mit Gold unterlegt und vom Staat garantiert, heute steht dem Wert die Wirtschaftskraft des Staates oder der Staatengemeinschaft (EU) gegenüber.

Zu der Kategorie Geldwerte gehören:
  • Kontoguthaben (Girokonten, Sparkonten, Festgeldkonten etc.)
  • Bundesschatzbriefe, Schuldverschreibungen, festverzinsliche Wertpapiere
  • Lebens- und Rentenversicherungen
  • Bausparverträge
  • Geldmarkt- bzw. Renten- und Anleihenfonds

Das Gegenteil zum Geldwert ist der Sachwert. Sachwerte beruhen immer auf greifbaren Dingen.

Der Sachwert bezeichnet den von Wirtschaftsgütern (z. B. Häusern, Grundstücken, Schmuck, Kunstgegenständen) verkörperten Gebrauchswert, der unabhängig von Geldwertschwankungen ist.

Der tatsächliche Wert einer Sachwertanlage richtet sich konkret nach dem aktuellen Marktwert. Somit bestimmt das Angebot und die Nachfrage den Wert der Sachwert-anlage. Dieser Wert ist unabhängig von Wirtschaftskraft, Staatsverschuldung und Inflation. Genau genommen liegt beim Sachwert der Gewinn im Einkauf und in der zukünftigen Nachfrage nach diesem Sachwert.

Zu der Kategorie Sachwerte gehören:
  • Immobilien (Grundstücke, Häuser)
  • Unternehmensbeteiligungen, z.B. in Form von Aktien, Private Equity- und Venture Capital- Beteiligungen, Schiffsbeteiligungen, Immobilien- und Containerfonds
  • Edelmetalle in Form von physischen Anlagemünzen und Barren
  • Rohstoffe/Bodenschätze


Sachwert statt Geldwert – Grundbuch statt Sparbuch